Historie

Das Rheinhotel Dreesen – lebendige Geschichte seit 1894

Das „weiße Haus am Rhein“ entstand in den Jahren 1893/94 und ist bereits in der 5. Generation im Besitz der Familie Dreesen, die Fünfte steht bereit. Im Lauf der Zeit erwarb sich das 4 Sterne Haus das, was man als internationalen Ruf klassischer Hotelkultur bezeichnet und erlangte historischen Bedeutung, denn viele angesehene Persönlichkeiten schrieben hier Geschichte.

seit 1770 ist die Fam. Dreesen in Rüngsdorf am Rhein beheimatet und betreibt eine vergleichbar kleine Restauration in der Zeit der Treidelschiffe auf Deutschlands bedeutendstem Strom.


1821 ist Theodor Dreesen erstmals als Wirt in Bad Godesberg urkundlich erwähnt und betreibt den damaligen ( heute nicht mehr existenten ) Pavillon

Seit 1858 heißen alle Dreesen mit Vornamen Fritz, bis heute, der 5. Hotel- Generation.
 

Ab 1877 wurde das Haus Dreesen als Badeanstalt mit Veranda am Rhein bekannt.
 

Am 03. Mai 1894 Eröffnung des Hotelneubaues, erbaut im wilhelminischen Stil.
 

Das Hotel Dreesen, seit dieser Zeit erstes Haus am Platz, partizipierte an der Entwicklung Bad Godesbergs als Bäderstadt für die Reichen der damaligen Zeit und förderte zugleich den Tourismus jener Zeit.

Täglich über 80 Menüs von 2,00 bis 6,00 Reichsmark waren ebenso normal wie eine 6 Tage Arbeitswoche, 16 Std. Arbeitszeit bei 1 Std. Pause und 3 Tage Kündigungsfrist
( historisch belegt mit Arbeitsbüchern dieser Zeit )

Das Inventurprotokoll von 1940 zählte über 84.000 Flaschen besten Weines im Keller des Hotels. Unmittelbar nach der amerikanischen Besatzung des Hauses nur noch einen Bruchteil.

VIP- Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kunst- und Kultur und der „Geldadel“ aus dem Ruhrgebiet frequentierten das Haus seit jeher, hier eine kleine Auswahl:

aus Kreisen des Europäischen Hochadels und Staatsmänner:

Die deutsche Kaiserfamilie, Paul von Hindenburg, König Faisal von Saudi Arabien,
Silvia Königin von Schweden Dwight D. Eisenhower, Bruno Kreisky, Giscard d’Estaing, Francois Mitterrand, Pérez de Cuéllar, Andreas Papandreou, Gustav Stresemann, Friedrich Ebert, Michail Gorbatschow, Henry Kissinger, Joseph Luns, Theodor Heuss, Heinrich Lübke und alle nachfolgenden Bundespräsidenten, Konrad Adenauer und alle nachfolgenden Bundeskanzler und viele deutsche Minister aller Kabinette

an Künstlern und andren Prominenten:

Greta Garbo, Charlie Chaplin, Rudolf Caracciola, Gustav Gründgens, Martin Held, Francis Durbridge, Elisabeth Flickenschildt, Will Quadflieg, Marcel Marceau, Jean Marais, Bernhard Grzimek, Danny Kaye, O.E. Hasse, Lil Dagover, Paul Bocuse, Herbert von Karajan, Mario del Monaco, Rudolf Augstein, Yehudi Menuhin, Aldo Moro, Caterina Valente, Amintore Fanfani, Robert Kempner,
 

1926
damals noch als staatenloser Schriftsteller, besuchte Adolf Hitler erstmalig das Dreesen.
Vermittelt wurde dieser Aufenthalt von seinem späteren Stellvertreter Rudolf Heß, der Bad Godesberger Schüler im nahe liegenden „Pädagogium“ war und dessen Eltern in Alexandria lebten.

Heß und dessen Eltern kannten und schätzten das Dreesen als Haus erster Klasse und machten es zu ihrem bevorzugten Refugium am Rhein.

Ein besonderes Datum war der 22.09.1938, als Adolf Hitler und Neville Chamberlain zur Abwendung der „Sudetenkrise“ die Präliminarien für das „Münchener Abkommen“ führten

1934

wurde das fahrbare Glasdach ( fast 2.000 m² ) über den „Kastaniengarten“ als ingenieurtechnische Spitzenleistung der damaligen Zeit erbaut und ist bis heute unverändert in Betrieb.

Im 2. Weltkrieg war das Hotel Internierungslager für 100 Diplomaten.

In der Nacht des 07.03.1945 bezog der deutsche General Schimpf mit seinem Stab das Dreesen und übergab am nächsten Tag Bad Godesberg kampflos den Amerikanern.

Daraufhin macht der Oberkommandierende und spätere US Präsident Dwight D. Eisenhower im Dreesen eine Woche Station.

Vom 15.07.1949 an war das Dreesen beschlagnahmt und wurde Sitz des französischen Hochkommissar Francois- Poncet.

Die Beschlagnahme des Hotels dauerte bis 1952. Die „Besetzungsfreigabe“ erfolgte dann am 26.09.1952.
Nach kompletter Renovierung mit enormem Kraft- und Kapitalaufwand, fand am 17.11.1952 die Wiedereröffnung des Dreesen’s als Hotel statt.

Durch den Weggang wesentlicher Teile der Regierung aus Bonn haben wir 100 % unserer Gäste verloren aber von Null mittlerweile wieder 105 % dazu gewonnen und damit die Basis für die wirtschaftliche Zukunft des Hauses geschaffen.